Neue Kunst im „Alten Haus“

Der Förderverein Altes Haus, Galerie Kunstforum feiert 10jähriges Jubiläum

Seligenstadt. Die Liebe zur Kunst und zu einem ganz besonderen Ausstellungsraum waren es, die die Gründungsmitglieder des Fördervereins Altes Haus Galerie Kunstforum vor 10 Jahren veranlassten, sich zu einem Förderverein für die Galerie im Alten Haus zusammenzuschließen. Wachsende Besucherzahlen belegen, dass die meist zeitgenössischen Ausstellungen im historischen Ambiente des „Alten Hauses“  (erbaut 1326) in der Frankfurter Straße 13 gut von den Galeriebesuchern angenommen werden.

In einer Pressekonferenz am vergangenen Sonntag zog der Verein nun Résumé über die Arbeit der vergangenen zehn Jahre. „Die Anfänge des Fördervereins waren alles andere als leicht.  Als die öffentliche Hand vor 10 Jahren die Mietzahlungen für die Räume im „Alten Haus“  ein um den anderen Tag einstellte, stand der Fortbestand der Galerie im Alten Haus auf Messers Schneide“, erinnert sich Doris Lehmann-Bohn, Gründungsmitglied und ehemalige Vorsitzende des Vereins. „Rasch mussten wir nach Alternativen suchen, um die Existenz der Galerie im Alten Haus trotz fehlender öffentlicher Zuwendungen zu sichern.“

Aus den Reihen des Kunstforums gründete sich daher im Jahr 2004 der Förderverein Altes Haus – Galerie Kunstforum. Schnell wuchs der damals noch junge Verein. Mit seinen Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Einnahmen aus Förderveranstaltungen gelang es, einen großen Teil der Mietkosten für die Galerie im Alten Haus abzudecken. Zugleich verschafft der Verein mit seinen Sach- und Geldzuwendungen dem Kunstforum bis heute einen größeren finanziellen Spielraum und ermöglicht ihm weitgehende Unabhängigkeit von öffentlichen Mitteln.

Dabei beschränkt sich die Tätigkeit des Vereins keineswegs auf ein reines Mäzenatentum. Immer wieder bewiesen die Vereinsmitglieder selbst auch ihre eigene Verbundenheit mit der Kunst. In zahlreichen Kunstauktionen, Ausstellungen, Schriften und einem  Flyer legten sie viel Kreativität an den Tag, um mit Interessenten und Kunstliebhabern ins Gespräch zu kommen. So gelang es zahlreiche neue Mitglieder, darunter auch einige gewerbliche Sponsoren, für die Mitarbeit im Förderverein zu aktvieren.

Eine positive Bilanz der Vereinsarbeit zieht daher der Vorsitzende des Vereines Eckhard Redmann: „Wir haben in der Vergangenheit einiges erreicht. Heute steht der Verein auf einem soliden Grundstock. Aber auch in Zukunft wollen wir, dass ein frischer Wind im Alten Haus weht. Darum sind wir mit unseren Bemühungen, private Förderer und gewerbliche Geldgeber für unseren Verein zu gewinnen, noch lange nicht am Ende“.

Auch die Bürgermeisterin Dagmar Nonn-Adams würdigte das 10jährige Wirken des Vereins mit einem Grußwort. „Die Symbiose von musealem Profanbau und der Präsentation moderner Kunst führt zahlreiche Besucher von nah und fern in die Galerie in der Frankfurter Straße und somit auch in unsere Stadt. Ich gratuliere dem Förderverein „Altes Haus – Gallerie Kunstforum“ für sein zehnjähriges Bestehen und danke ihm sehr für sein erfolgreiches Wirken“, so die Bürgermeisterin.

Als ein Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung führte die angehende Kunsthistorikerin Nadine Nitsche durch die Ausstellung „Urban Art & Typography“, während die Stadtführerin Uschi Lüft dem Alten Haus seine architekturhistorischen Geheimnisse entlockte. Die junge Kunst an den alten Wänden  verzauberte die zahlreichen Galeriebesucher und verlieh der Führung einen eigenen Charme.